Tina und Cassi
Tina und Cassi

Cassiandro = Cassi

10 jähriger Wallach

Vater: Cassiano. Mutter: v. Sandro.

Im Umgang ist Cassi ein Charmeur und jeder, der ihn sieht, oder mit ihm zu tun hat ist sofort angetan. Olli hat Cassi 5 jährig gekauft. Seitdem haben wie beide regelmäßig im Unterricht, oder ich ihn in Beritt.
Cassi ist ein Pferd, der, wenn es drauf ankommt, immer volle Leistung zeigt.
Auf Turnieren in Dressur- und Springprüfungen, oder Abzeichenprüfungen mit Olli – ein absoluter Kämpfer, der immer alles richtig machen will.


Im Spring- und Dressurtraining zu Hause variiert Cassi gerne in seiner Rittigkeit. Er kann laufen wie ein 30 jähriger, kurz vorm Herzinfarkt. Buckeln, wie ein 3 jähriger Hengst, der sich gegen jegliche Hilfen widersetzt. Und einem das Gefühl geben „Morgen starte ich in Aachen“.


Cassi stellt uns drei (Olli, Uwe und mich) immer wieder vor neue Herausforderungen und vor manche Nervenprobe.
Um meine Nerven zu schonen, lasse ich ihn gerne mal in der Arbeit am langen Zügel Schritt gehen und denke an Sprüche wie z.B.:


„Der Fehler liegt nie beim Pferd, nur beim Reiter.“
„Suche nicht das Problem, sondern die Lösung.“
„Reiten macht Spaß.“
„Atme es weg.“
„In der Ruhe liegt die Kraft.“
... Und noch so viele mehr, die alle die Wahrheit sagen.

Ob du schnarchst, buckelst oder läufst wie ein Weltmeister – ich werde mich weiter auf deine Tagesform einstellen.

Tina


Tina und Colonell 2015
Tina und Colonell 2015

Colonell O´Brown

Vater: Cadensky / Mutter: v. Dream Dancer

 

Ein 5-jähriger Oldenburger, der seit dem 1. Oktober 2015 bei uns in Vollberitt ist und in Hamburg-Duvenstedt steht. Schicker Kopf, ein ehrliches Auge, glänzend braunes Fell und liebevolle Besitzer. Eine perfekte Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit.

 

Nur Colonell war zu Anfang nicht der Meinung.

Warum auf dem Zirkel laufen, wenn es gerade aus doch auch geht? Warum traben, wenn Galopp doch viel besser geht? Warum durchs Genick gehen, wenn man zum Himmel oder zum Fußboden gucken kann? Da ist es doch viel interessanter.

Warum an der kurzen Seite bei C artig laufen und bei A lieber ein bisschen tiefer in die Ecken, denn da sind wenigstens keine Gespenster. Warum.....??

 

Antwort: Du sollst ein Reitpferd sein - darum!

Du sollst lernen, nach dem System "Skala der Ausbildung" mit deinem Reiter gesund, munter und mit viel Spaß zusammen zu arbeiten. Und dies bis ins hohe Alter, ob als Freizeitpferd, Turnierpferd oder Spitzensportler.

 

Colonell macht immer mehr aus dem "Warum" ein "Darum". Wir haben jetzt mit der Gymnastizierung über Stangen und Sprünge begonnen, bzw. dies in die Dressurarbeit einbezogen. Für uns beide "Spaß pur".

 

Warum macht es uns Spaß?

Vielleicht weil wir die Abwechslung lieben.

Vielleicht weil wir Springblut in den Genen haben.

Vielleicht weil verlängerte Galoppsprünge über Stangen und Cavalettis uns lockerer machen.

Vielleicht weil uns mehr korrektes Reiten abgefordert wird.

 

Mobbel (Colonell) und ich finden uns immer mehr zusammen.

 

Warum, Darum, Spaß, Mobbel und Tina


Cnödel und Sigrid
Cnödel und Sigrid

Cordyna Z

 

Ich war im Sommer 2014 bei Sigrid (Züchterin von Amiro´s Leo Z und Cordyna Z) zu Besuch. Am ersten Abend fuhren wir zu einer riesigen Koppel. Bildschöne 1- und 2-Jährige standen am Zaun und eine 2 ½ jährige Cordyna Z.

Ein Blick in Cordynas Gesicht und jeder ist gefangen.

Voll im Wachstum, viel viel viel zu fett und Zottelmähne.

Als ich wieder zu Hause war, berichtete ich Uwe von meiner Reise und Cordyna im Besonderen: „Schatz, die muss zu uns. Ich rede morgen mit Sigrid.“

Uwe-Schatz: „Wenn du meinst.“

Im November zog sie bei uns zur Ausbildung ein. Uwe-Schatz hat mit abgeladen, Cordyna das erste Mal gesehen und war hin und weg. Cordyna Z, viel viel viel zu fett, heißt bei uns jetzt Cnödel.

 

Erster Tag; kaum gefressen, gesoffen, unruhig. Das ging fast vier Wochen so weiter.

Zweiter Tag; Boxentür raugehauen. Ich war alleine auf unserem Hof. Die Boxentür war verkeilt und ich hielt zwei Stunden Wache, bis Uwe kam. „Brrrr kalt, endlich Hilfe.“

Dritter Tag; Cnödel hat sich in der Box festgelegt.

Sie hat die erste Zeit unseren kompletten Tagesablauf gestaltet. Angefangen vom Rein- und Rausbringen, welches der anderen Pferde zuerst, bzw. zuletzt geritten wurde, füttern, etc., etc. Jede kleinste Veränderung machte sie total nervös.

 

Nachdem wir unseren „Tagestiming-Cnödelablauf“ gefunden hatten, konnten wir endlich mit der Basis anfangen: Putzen, Hufe, Führen und Longieren. Putzen empfand sie auf Anhieb wie Wellnessurlaub. Nach dem Longieren sah unser Reitplatz aus wie ein Truppenübungsplatz.

Leider mussten wir die Arbeit an der Longe nach kurzer Zeit einstellen, da Regen, Sturm und Frost unseren Platz in eine See- und Eislandschaft verwandelt hatte.

Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch: Auf unseren gepflasterten und windgeschützten Innenhof bauten wir ein Paddock. Wir sahen vom normalen Anreiten ab und überlegten uns Plan B, C und D.

Das lief so ab: Morgens Paddock, solange, wie sie alle Lust hatten. Futter gab es wie bei den Weight Watchers. Ein volles Putz-Wellnessprogramm. Auch mit einem Hocker, damit ich mich dabei schon mal über Cnödels Rücken legen konnte. Stück für Stück kam Gewöhnung an Sattel und Trense dazu. Dann wurde sie in kompletter Ausrüstung über den Hof geführt. Ich hopste neben ihr auf einem Hocker rum und legte mich immer mal wieder über ihren Rücken. Cnödi war mit allem sofort einverstanden und tiefenentspannt. Dann habe ich einen Dummy gebaut, der aus einer alten, mit Heu ausgestopften Hose bestand. Den habe ich über ihren Hals, Rücken und Kruppe wandern lassen, hoch geschmissen und fallen gelassen. Zwei Tage später saß ich selber drauf. Erst im Schritt geführt, drei Tage später habe ich sie alleine geritten.

 

Endlich war unser Platz wieder bereitbar! Die ersten drei Tage Longe mit Sattel und Trense und den Dummy auf dem Rücken. Am vierten Tag haben wir sie morgens longiert und nachmittags habe ich mich an der Longe draufgesetzt. Nach ein paar Tagen konnte ich mit Cnödi ganz alleine auf unseren Platz herum eiern.

Ab sofort heißt es nur noch Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Gleichgewicht trainieren!

 

Eure Tina


Amiro´s Leo Z

 

4 jähriger Zangersheider Nachwuchskracher. Habe ihn jetzt seit Mitte Mai in Ausbildung und jeder Tag ist ein Genuss für mich, Leo zu reiten.

Trotz seiner Jugend und Größe (1,78m Stockmaß) macht er toll mit. Dank seiner tollen Besitzerin Sigrid kann ich mir Zeit lassen, so ein hochtalentiertes Pferd behutsam in Dressur und Springen auszubilden.

Sigrids und mein Traumziel wären die Weltmeisterschaften für junge Pferde in Zangersheide, vielleicht auch nochmal Aachen, weil man darf ja mal träumen...

PS: Danke Sigrid!

 

Nicht jeder Pferdebesitzer lässt einem Zeit für eine solide Grundausbildung (Takt, Losgelassenheit, Anlehnung...), aber es ist die Basis für Freizeitpferde, Sportpferde und für Leo und mich.

 

Es geht manchmal 10 Stufen abwärts und nur Stück für Stück eine Stufe rauf. Wir müssen alle immer wieder an der Basis arbeiten, um unser Ziel zu erreichen.

 

Gruß, Eure Tina


Sunrise

 

8 jährige Vollblutstute, genannt Schweini. Warum, weiß ich nicht. Sie ist zwar keine Rennen gelaufen, aber aus anderen gesundheitlichen Gründen mehr auf der Koppel gestanden, als unter dem Sattel gelaufen. Jenny, die Besitzerin, Uwe und ich, sind seit Anfang Mai intensiv dabei, aus Schweini ein Reitpferd zu machen und es wird langsam eins.

Ich habe lange nicht mehr ein so steifes, festes, bewegungsgestörtes Pferd geritten. Wie ein eingerostetes Schloss, das sich durch regelmäßige Arbeit (ölen), Beritt (Gasbrenner) und Unterricht (Hammer), immer leichter öffnen lässt.

 

Wenn wir bei Schweini erst einmal allen Rost beseitigt haben, kann die ein Traumschloss werden.

 

Diese Situation zeigt mir immer wieder, wie wichtig es ist, Pferde regelmäßig zu gymnastizieren, um sie fit zu erhalten. Vorausgesetzt, sie sind gesund.

Dressur, Springen, Gelände oder Longe - regelmäßig und im Wechsel, erhält die Gesundheit unserer Pferde und gleichzeitig eine Stabilität des Muskelapparates, das Reitergewicht leichter zu tragen.

 

Gruß, Tina


Parsival

 

6 jähriges Deutsches Reitpony. Von Pony kann hier eigentlich nicht die Rede sein, bei 1,56 m Stockmaß. Höchstens mal in seinem Kopf. Parsi wurde irgendwann mal angeritten und dann mehrere Jahre aus Reiter- und Zeitmangel auf Robusthaltung umgestellt. Seit Anfang 2013 habe ich ihn jetzt in Vollberitt und einfach nur Spaß.

 

Zu Anfang war alles nur angsteinflößend. Menschen, Sattel, Trense, Geräusche, etc., aber durch Wurzeln und Leckerlies hat er schnell gelernt, dass das keine bösen Geister sind. Parsi ist überaus ehrgeizig, dynamisch, sensibel und gehfreudig, was mir sehr liegt. Über - ich nenne es "Ludger Beerbaum Atmung" - Ausatmen über blubbernde Lippen, fährt er immer wieder runter und entspannt. Sei es beim Springen oder in der Dressur. Dadurch kann ich meine rückführenden Paraden unterstützen, ohne grob in der Hand zu werden (losgelassener Reiter = losgelassenes Pferd). Ich pirsche mich jetzt behutsam und langsam an versammelnde Lektionen ran, aber ohne die Basis aus dem Kopf zu verlieren, gerade bei einem sensiblen Pferd. Sandra, die Besitzerin, hat ein- bis zweimal in der Woche Unterricht. Für sie ist es draufsitzen, losreiten, wohlfühlen - eigentlich das, was jeder will!

 

Gruß, Tina